Entstehungsgeschichte der Kainzenhütte

 

Seit dem 19. Jahrhundert ist die Kainzenhüttenalm im Besitz der Familie Künig aus dem Ahrntal, eines nördlichen Seitentales des Pustertales in Südtirol. Bis vor wenigen Jahren noch, wurde das Vieh vom heimischen Niederleiterhof alljährlich im Juni über das Hundskehljoch (2.557 m) in den Sundergrund getrieben, wo es die Sommermonate mit der Familie verbrachte. Vor allem für das Vieh bedeutete der Übergang enorme Strapazen, weshalb in den letzten Jahren ein lokales Unternehmen den Viehtransport übernimmt.

Die ursprüngliche Almhütte aus dem 19. Jahrhundert wurde in den 1920er Jahren durch eine Lawine völlig zerstört. Ein Stück taleinwärts wurde eine neue Almhütte erbaut, an der Stelle, wo sie auch heute noch steht. Im Frühjahr 1971 zog erneut eine Lawine aus dem Kainzenkar die Almhütte stark in Mitleidenschaft. In der Talsohle hatte die Lawine eine Breite von gewaltigen 1.000 Metern. Im Jahr 1980 wurde die Almhütte durch das neue Ehepaar Josef und Maria Künig (Seppl und Moidl) auf den heutigen Stand umgebaut und mit der Bewirtschaftung begonnen. 2010 wurde nebenan das Stallgebäude neu errichtet, in der rund 15 Melkkühe die kühlen Sommernächte verbringen. Ihre Milch wird täglich in die ErlebnisSennerei Zillertal nach Mayrhofen gebracht, dort weiterverarbeitet und findet als Käse wieder den Weg auf unsere Brettljause.

Bis heute führen Gerhard, sein Frau Gertraud, Mama Moidl und Sohn Armin mit viel Einsatz das Gewerbe.